Biographie

Ich lebe und arbeite in Zürich. Der Yogaunterricht ist seit vielen Jahren mein Beruf.
Meine erste Yogastunde hatte ich mit 16 Jahren in São Paulo, meiner Geburtsstadt; das war eine Unterrichtsstunde in klassischem Hatha-Yoga. Ich fand es wunderbar, mich zu strecken, zu atmen und zu relaxen; mich auf den Augenblick zu konzentrieren, in meinem Körper zu sein und ihn zu hören.

Von klein auf habe ich es geliebt, mich auf dem Boden in meinem Zimmer oder auf dem Teppich im Wohnzimmer auszustrecken und ich entdeckte, dass es eine Technik gab, die mir sehr gut tat.

Auch das Tanzen war stets eine grosse Leidenschaft, doch ich konnte mich den rigorosen Techniken des klassischen Balletts nicht anpassen. Schliesslich tat ich alles zwar unvoreingenommen, aber ohne grosse Erwartungen und begann vieles auszuprobieren. Ich entschied mich für Unterricht in Jazz und modernem Tanz, afro-brasilianischem Tanz und Belly Dance. Ich interessierte mich für alle möglichen Ausdrucksformen und auch für einige Kampfsportarten. Zu der Zeit, als ich Fabio Gurgel, einem der brasilianischen Jiu-Jitsu-Meister Yogastunden gab, machte ich Capoeira und versuchte mich auch im Jiu-Jitsu.

Ich absolvierte den Theaterkurs der Gruppe Tapa mit Denise Del Vecchio und Eduardo Tolentino. Schauspielerin wollte ich nicht werden, jedoch wollte ich die Fähigkeiten des Köpers und seiner Ausdrucksformen gründlicher kennen lernen.

An der Universität studierte ich zwei Semester Kunst an der FAAP in São Paulo. Dann entschloss ich mich den Wirbel der Grossstadt hinter mir zu lassen und lebte eine Zeit lang sehr einfach am Strand in einem tropischen Paradies im Nordosten Brasiliens , das zu jener Zeit noch unberührt war. Danach lebte ich einige Jahre in Zürich, der Stadt, die für immer in meinem Leben präsent sein wird und in die ich später zurückkehren sollte: der Ort, den mein Herz auswählte.

In den 90-ger Jahren lernte ich in São Paulo Professor De Rose kennen und begeisterte mich für die Leichtigkeit seiner Yogatechniken und besonders die Art und Weise, wie er die Ásanas, die Atemübungen und Mantras ausführte. Ich studierte und arbeitete drei Jahre lang als Yogalehrerin mit ihm und seinem Team im Hauptsitz der UNI-Yoga.

Yoga wurde endgültig meine Berufung, als ich weitere Yoga-Lehrer kennen lernte, die für mich einen enormen Wert zur Inspiration meiner Arbeit bekommen sollten.

Bei Pedro Kupfer schloss ich mit 600 Stunden die Ausbildung am Dharma/Yogabindu Institut ab. Pedro Kupfer ist Autor verschiedener grundlegender und wichtiger Bücher über Yoga und seine Fachkompetenz ist international in Yogakreisen sehr anerkannt.

In den folgenden Jahren machte ich zahlreiche Reisen, um verschiedene Schulen und Traditionen des Yoga kennenzulernen. So hatte ich die Chance Unterricht bei fantastischen Lehrern zu bekommen und es wäre unmöglich sie hier alle aufzuzählen. Sie hatten für mich jedoch einen enormen Wert zur Inspiration meiner Arbeit. Auch wenn ich einige der renommiertesten Lehrer der Yogawelt kennen gelernt habe, so muss ich doch sagen, dass die Lehrer, die ich in Brasilien getroffen habe, für mich eine Quelle sind, aus der ich immer schöpfen werde, wenn ich das Verlangen nach Wissen und Authentizität habe. Brasilien ist ein unglaubliches Land für jeden, der Spiritualität, Körper, Bewegung, Musik, Tanz und Kunst im Allgemeinen studieren möchte. Eine unversiegbare Quelle an Talenten und Kreativität.

Seit vielen Jahren bin ich Mitglied der International Yoga-Alliance und des Schweizer Yogaverbands. Ich bilde mich laufend fort und lege grossen Wert darauf, die Qualität meiner Arbeit auf der Basis der Yoga-Ethik weiterzuentwickeln. Ich versuche meinem Dharma korrekt und mit Gefühl zu folgen.

Der Weg des Yoga besteht wie alle anderen auch aus Fehlern und Erfolgen. Es ist wichtig zu lernen, dass wir alle Fehler begehen, aber auch Dinge richtig machen. Wir verdienen deshalb alle Mitgefühl und Respekt. Man muss nur das Herz unverfälscht und rein bewahren, das eigene Urteilsvermögen (Viveka) benutzen und seinen Absichten treu bleiben (Sankalpa).

Aus unzähligen Gründen gilt meine aufrichtige Dankbarkeit Pedro Kupfer, Renata Ulliana, Camila Reitz, Kalidas Nuyken, Laura Parker, Gustavo Ponce, Marcia De Luca, Danny Paradise, Rodrigo Cardoso, Regina Shakti, Bruno Bartulic, Angela Hosse, Felicity Mac Donald, Larry Shultz, Andre De Rose, Julio Fernandes, Javier Sunder, Saul David Raye, Janice Vitavec, Cheryl Bernardi, José Maria Carvalho, Julio Vilan, Ivaldo Bertazzo, Breno Mascarenhas und allen, von denen ich gelernt habe, sowie meinen Schülern, die mir stets so viel beibringen.

Ewig dankbar bin ich auch der Gemeinschaft Siddha Yoga und der Gurumayi Chidvilasananda. Om Namah Shivaya!

Tania Sturzenegger

   
Tania Sturzenegger tania4energy@yahoo.com Youtube-Channel Tania Sturzenegger facebook.com/YogaWithTaniaSturzenegger